Matratze & Lattenrost

Matratze_Lattenrost

 

Materialien

Baumwolle oder Baumwollwatte speichert Wärme gut, kann viel Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben,
ist sehr reißfest und atmungsaktiv. 

Allergikerfasern wie z.B. Quallofil, Polyester etc. werden immer gefragter.
Die Bezüge sind waschbar, die Materialien antiallergisch. 

Rosshaar aus Pferdemähnen und Schweif ist für Druckausgleich und Dämpfungslage zuständig. 

Schurwolle ist sehr elastisch, atmungsaktiv und wärmeisolierend. Durch die kräftige Kräuselung und Bauschkraft der feinen Schafhaare wirkt das Vlies als "Klimazone" in der Matratze. 

Kamelhaar ist in seinen Eigenschaften der Schurwolle sehr ähnlich, aber hochwertiger. 

Kokosfasern haben stützende Funktion, sind widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit, bruchfest, dabei atmungsaktiv und leicht. 

Latexierter Kokos ist eine Veredelungsstufe der Kokosfaser, sehr stabil und wird als Dämpfungslage verwendet.

 

Matratzenkern

Matratzen mit Federkern: Hauptbestandteil sind Stahlfedern im luftigen Innersten, die von mehreren Schichten unterschiedlicher Materialien umgeben werden (s. Mantel-Materialien). Bei wachsender Belastung federn Taillen-Federn,
z.B. Bonnell-Federn stärker ab. Endlosfederkerne bieten aufgrund der deutlich höheren Federanzahl eine bessere
individuelle Körperunterstützung. 

Matratzen mit Taschenfederkern: Bis zu 500 einzelne Stahlfedern sind in Stofftaschen eingenäht und aneinandergereiht. Vorteile: Geräuschloses Federn. Zwischen Tonnen- und Zylinderfederkernmatratzen gibt es deutliche Qualitätsunterschiede. 

Matratzen mit Latex-Kern: Latex wird aus der Milch des Gummibaums oder synthetisch hergestellt, in einem aufwendigen Verfahren geschäumt, in unterschiedliche Luftkammerformen "gebacken" und mit anderen Materialien vermischt.
Das Ergebnis ist hochelastisch; dabei sinkt lediglich der belastete Punkt ein, nicht dessen unbelastete Umgebung.
Allergiker-Empfehlung: Latexmatratzen sind staubfrei und keimtötend. 

Kaltschaum-Matratzen: bieten körperfreundlichen Liegekomfort, absolute Langlebigkeit und Formbeständigkeit bei starker Belastung. Diese Matratzen bieten ein optimales Mikroklima und leiten die Feuchtigkeit ab. 

Kokos-Matratzen: sind ideal für den festen Liegekomfort. Der luftdurchlässige Kokoskern wirkt zusätzlich feuchtigkeitsregulierend. 

Silverline-Matratzen: bieten optimale antistatische Wirkung, verhindern die Bildung unangenehmer Gerüche und sind abschirmend gegen elektromagnetische Wellen. Besonders für Allergiker zu empfehlen. 

Sensipur-Matratzen: bieten durch den thermoaktiven Spezialschaum optimalen Liegekomfort für gleichsam schwereloses Liegen. Der Spezialschaum reagiert auf Körperwärme und Druck. So erreichen Sie beste Körperanpassung, verhindern Druckstellen und vermeiden Verspannungen.

 

Pflegetipps

Matratze regelmäßig wenden, und zwar Kopf- und Fußteil sowie Unter- und Oberseite. Eine Matratze sollte immer gut durchlüftet werden, damit sich keine Feuchtigkeit staut. Insbesondere Latexmatratzen sollten öfters hochkant aufgestellt werden - sogar täglich, wenn sie in einem geschlossenen Bettkasten liegt. Statt Absaugen besser mit weicher Bürste reinigen. Nicht klopfen. Direkte Sonneneinstrahlung ist nur für Latexmatratzen ab und zu ratsam. Bei abnehmbaren Matratzenbezügen Pflegehinweise beachten. Versteppte Wolle, auch in abnehmbaren Bezügen, kann nicht gewaschen werden. Aus hygienischen Gründen sollten Sie Ihre alte Matratze nach etwa 8 Jahren gegen eine neue tauschen. Tägliches Aufschütteln der Kissen und Federbetten muss sein, um Ihre Stütz- bzw. Klimafunktion zu erhalten. Kopfkissen sollten Sie alle zwei Jahre, Decken alle sechs Jahre vom Fachmann reinigen lassen. Für den Lattenrost genügt einfaches Staubwischen oder Abwischen mit einem nicht zu feuchten Lappen. Quietschende Scharniere werden durch einfaches Ölen wieder geräuschlos.

 

Lattenrost

Der Lattenrost sollte sich nach oben wölben. Die Lamellen sollten einzeln am Rahmen angebracht sein; ihr Abstand darf nicht zu groß sein, damit die Matratze keine Mulden bilden kann. In Kappen gelagerte Lamellen, die durch Gelenke zu den Seiten hin beweglich sind, passen sich dem Körper besser an. Bei aufwendigeren Ausführungen sind einzelne Leisten zu verstellen,
um Gewichtszonen auszugleichen.